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Geschichte



Die heutige Versuchsstation Dethlingen nahm im Jahre 1950 als Fachgruppe des Kuratoriums für Technik in der Landwirtschaft (KTL, später KTBL) auf dem ESSO-Hof in Dethlingen ihre Arbeit auf. Dieser Hof war die Basis für eine Organisation von Versuchsarbeiten zur Technik im Kartoffelbau nach amerikanischem Vorbild als Mittler zwischen Wissenschaft, Industrie und praktischer Landwirtschaft.

Es war die Zielsetzung von Professor Dencker, einem der damals bekanntesten Land- und Kartoffeltechniker, inmitten der Lüneburger Heide zwischen zahlreichen Kartoffelzüchtern und herausragenden Kartoffelproduktionsgebieten die Mechanisierung im Kartoffelbau voranzutreiben. Von der Universität Bonn wurde das gesamte Forschungsgebiet "Technik im Kartoffelbau" nach Dethlingen übertragen, wo sein Schüler Dr. Hechelmann zunächst mit der Erprobung amerikanischer Maschinen begann.

Die Übergabe des ESSO-Hofes an den Landwirt Winfried Emmann (1970) sowie die Übernahme der Leitung der Versuchsstation durch Anton Specht waren weitere markante Punkte in der Geschichte Dethlingens.

Die Wiedervereinigung Deutschlands spiegelte sich auch in der Arbeit der Versuchsstation seit 1990 wider. Dabei stand neben der fachlichen Beratung zunächst das Verständnis für die jeweils anderen Verhältnisse und Denkweisen im Vordergrund. Offensichtlichste Unterschiede lagen in der Flächen- und Maschinengröße der kartoffelbauenden Betriebe in den alten und neuen Bundesländern. Hinzu kam die stetig wachsende Qualitätsorientierung, die vor allem in vielen östlichen Betrieben nachhaltige Veränderungen erforderlich machte.

Am 30. August 2000 beging die Versuchsstation Dethlingen mit einer Maschinenvorführung und einer kleinen Feierstunde in Eimke/Ellerndorf ihr Jubiläum zu '50 Jahren Versuchsarbeit rund um die Kartoffel in Dethlingen'.

Ein tiefer Einschnitt in die Entwicklung der Versuchsstation Dethlingen erfolgte Mitte 2006, als sich der Bund und das KTBL mit ihrem Anteil von 50 % aus der Finanzierung zurückzogen. Nach intensiven Bemühungen und einer deutlichen Personalreduzierung konnte die als Kompetenzzentrum für die Technik im Kartoffelbau bekannte Versuchsstation unter der Trägerschaft der Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft e. V. weiter geführt werden.